Wie erstellt man einen guten Businessplan?

Was ist ein Businessplan, und was muss bei der Erstellung beachtet werden? Unter einem Businessplan versteht man eine umfangreiche Darstellung der eigenen Geschäftsidee eines Existenzgründers. Daneben sind auch die Begriffe Geschäftsplan und Unternehmenskonzept im deutschen Sprachgebrauch üblich. Grundsätzlich gesagt, enthält ein Businessplan eine genaue Planung der Selbständigkeit ausgehend von der Geschäftsidee bis zur konkreten Umsetzung und Finanzierung des Vorhabens.

Grob lässt sich ein Businessplan in zwei große Bereiche aufteilen:

Die Geschäftsidee

Dieser Teil des Businessplans gibt einen umfassenden Einblick in die Geschäftsidee, die mit der Gründung verfolgt werden soll. Hier wird dargestellt, welche Zielgruppe erreicht werden soll, welche Marketinginstrumente eingesetzt und über welche Vertriebskanäle das Produkt oder die Dienstleistung vertrieben werden sollen.

Die Finanzplanung

In der Finanzplanung geht es dagegen um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Dabei wird vor allem für eine Vorlage des Businessplans bei Banken oder Behördenträgern mit möglichst detaillierten Vorausplanungen gerechnet. Denn durch eine genaue Kalkulation kann die Tragfähigkeit der Existenzgründung dargestellt werden.

Hilfestellungen bei der Erstellung eines Businessplans

Wer mit dem Gedanken spielt ein Unternehmen zu gründen, und dafür einen Businessplan benötigt, kann sich vorab Informationen einholen. Die Agentur für Arbeit bietet Existenzgründungsseminare an, die sich auch detailliert mit der Erstellung eines Businessplans beschäftigen. Daneben haben Existenzgründer Anspruch auf ein Gründercoaching mit Förderung durch die KfW Bank. Genauso eine gute Information Unterstützung können zahlreiche Büche sein, wie z.B. ein Buch von Axel Singer "Businessplan" im Haufe-Shop.

Die Form und Inhaltspunkte eines Businessplans

Für die Erstellung eines Businessplans gibt es keine gesetzlichen Bestimmungen. Je nachdem für welche Stellen der Plan benötigt wird, sollten allerdings bestimmte Bereiche des Plans stärker ausgearbeitet werden. Wird der Plan beispielsweise für die Vorlage bei Banken benötigt, dann sollte der Finanzplanung ein höherer Stellenwert zugemessen werden.

Normalerweise hat ein Businessplan einen Umfang zwischen 10 und 50 Seiten. Für die Erstellung kann auf Formatvorlagen zurückgegriffen werden. Im Internet findet man auch viele Vorlagen speziell für verschiedene Berufe und Geschäftsideen. Diese standardisierten Businesspläne sollten aber keinesfalls abgeschrieben und so verwendet werden. Vorlagen können allenfalls als Leitfaden und für die richtige Struktur verwendet werden.

Ein Businessplan sollte im Normalfall aus folgenden Gliederungspunkten bestehen:

  • Zusammenfassung der Geschäftsidee
  • Vorstellung Ihrer Person und Ihres Teams
  • Vorstellung der Geschäftsidee
  • Zielgruppe, die Sie mit Ihrem Angebot erreichen wollen
  • Konkurrenzsituation in Ihrer Branche
  • Marketingplanung und Vertriebsstrategie
  • Organigramm des geplanten Unternehmens
  • Stärken und Schwächen Analyse
  • Finanzierungsplanung

Für wen muss ein Businessplan erstellt werden?

Ein Businessplan ist kein notwendiges Übel, wie viele Unternehmensgründer denken. Vielmehr sorgt ein Businessplan für eine konkrete Planung und eine gute Übersicht über die eigene geplante Selbständigkeit. Durch die Erstellung des Businessplans wird Ihnen bewusst, welche Faktoren bei der Gründung berücksichtigt werden müssen. Dies steigert die Erfolgschancen, da das Business von Anfang an auf soliden Füßen steht.

Wenn Sie für Ihre Existenzgründung finanzielle Hilfen beantragen wollen, brauchen Sie den Businessplan für mehrere Stellen:

Die Agentur für Arbeit

Bei der Beantragung von Gründungszuschuss muss ein Businessplan vorgelegt werden. Damit die Agentur für Arbeit diesen anerkennt, und das Unternehmen für förderungsfähig einstuft, muss der Businessplan von einem Steuerberater als tragfähig eingestuft werden. Diese Tragfähigkeitserklärung muss zusammen mit dem Businessplan bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden.

Banken und Kreditinstitute

Wenn Sie für die Gründung Ihres Unternehmens zusätzliches Kapital benötigen, müssen Sie bei Banken und Kreditinstituten einen Businessplan vorlegen. Dieser muss darlegen, dass Ihr Unternehmen hohe Erfolgschancen hat, und Sie somit in der Lage sein werden, den Kredit zurückzuzahlen.

Zur Beantragung von Förderungen

Neben dem Gründungszuschuss gibt es insgesamt circa 2000 Förderangebote der EU, dem Bund und den Ländern. Diese können sowohl in Form von Zuschüssen bzw. Stipendien, als auch als zinsgünstige Darlehen ausgezahlt werden. Auch für diese Stellen muss ein aussagekräftiger Businessplan erstellt und eingereicht werden.

Existenzgründerwettbewerbe

In nahezu allen Bundesländern gibt es für Existenzgründer Businessplanwettbewerbe. Hier kann der angehende Selbständige seinen Businessplan einreichen, und mit etwas Glück und Geschick Startkapital für sein Unternehmen gewinnen.

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